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Salbei: unverwechselbar im Aroma

Wer in Zusammenhang mit Salbei an einen bitteren Aufguss gegen Halsschmerzen denkt, kennt nur einen kleinen Teil der Geschichte. Denn: Salbei gehört zu den Gartenkräutern, die in der Küche äußerst vielseitig und schmackhaft zum Einsatz kommen können.

Die frisch geernteten lilafarbenen Blüten des Salbeis schmecken lecker zu Kopfsalat. Foto: Giselle Chaumien

Grundsätzlich sollte Salbei, in dessen Gattung 800 bis 1100 Arten bekannt sind, frisch verarbeitet werden: roh sehr sparsam – höchstens 1-2 Blätter zum Beispiel in leichten mediterranen Sommergerichten. Die Blüten verleihen Salaten einen leicht herben Geschmack.

Ganz im Gegensatz zu vielen Kräutern wie Basilikum oder Oregano verträgt Salbei eine rauere Behandlung. In Fett gebraten ist er bekömmlicher und „runder“ im Geschmack. Dabei kann er auch in größeren Mengen (10-12 Blätter) durchaus länger mitgegart werden. Mit anderen intensiven mediterranen Kräutern wie Rosmarin und Thymian sowie mit Zwiebeln und Knoblauch kombiniert, ist Salbei nicht nur eine der wichtigsten Zutaten des klassischen Kalbfleischgerichts Saltimbocca alla Romana: Auch Kalbsleber oder Aal sowie Lammfleisch und Geflügel erhalten eine würzige Note. Übrigens unterstützt Salbei die Verdauung von Fett.

Ganz besonders lecker schmeckt Salbeibutter, die zu Pasta, Gnocchi oder auch zu grünem Spargel, eventuell verfeinert mit angerösteten Mandeln oder Pinienkernen ein echter Genuss ist. Die essbaren Salbeiblüten können ebenfalls dazu verwendet werden.

 

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